"Vor 70 Jahren: das Penicillin in Stolberg"

70 Jahre Penicillin
Vor 70 Jahren: Die Herstellung des Penicillin in Stolberg ist das Schwerpunktthema der Dauerausstellung.

Dauerausstellung, Historische Sammlung, Medizin-, Pharmazie-und Labortechnik

70 Jahre Penicillin in Stolberg ist das Schwerpunktthema der Dauerausstellung in der "Villa am Museum Zinkhütter Hof". Die Vernissage ist am Wochenende zu "Stolberg goes History". Die Ausstellung wird unter Mitwirkung von 10 Grünenthalern (aus Wissenschaft und Marketing) erstellt.

Im Frühjahr 1948 stellte die britische Militärregierung dem erst 1946 gegründeten Pharma-Unternehmen Grünenthal ein „Permit“ und der Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen die Produktionsgenehmigung für monatlich 100 Mio. O.E. (Oxford-Einheiten) Penicillin aus. Mit Pioniergeist, Fleiß und Glück erarbeitete sich die junge Stolberger Pharmafirma in wenigen Jahren daraufhin nationales und internationales Renommee.

Die Inhaber des Familienunternehmens Dalli Werke, Mäurer & Wirtz KG gaben nach dem Krieg grünes Licht für die Neugründung, die am 29. Januar 1946 als „Chemie Grünenthal GmbH“ in das Handelsregister zu Stolberg eingetragen wurde. Der historische Kupferhof Grünenthal, er diente als erste Verwaltungs-, Labor- und Produktionsstätte, steuerte den Namen bei.

Die Entdeckung der antibiotischen Wirkung von Penicillin war erst zwanzig Jahre zuvor von dem schottischen Arzt und Bakteriologen Alexander Fleming (1881–1955) entdeckt und beschrieben worden. Fleming beobachtete 1928 auf einer Agar‐Platte mit Staphylococcus aureus im Umfeld einer Schimmelpilzkolonie Auflösungsphänomene. Er schloss daraus, dass der Schimmelpilz eine Wirkung entfaltet, die das Wachstum von Bakterien hemmt. Auch erkannte er, dass der Schimmelpilz eine Penicillium-Art ist und benannte dementsprechend das wirksame Endprodukt „Penicillin“. 1941 erfolgte erstmalig eine Publikation über die therapeutische Anwendung bei Patienten.

Die noch junge Firma Grünenthal erkannte als eine der ersten deutschen Pharmafirmen die Wichtigkeit der Penicillin-Markteinführung und war bei der Nutzbarmachung von Penicillin von Anfang an dabei. Im Oktober 1948 bereitete die Einführung von zwei Kombinationspräparaten bestehend aus Penicillin und Sulfonamid in Salben-, Puder- und Pastillenform den Erfolgsweg des Stolberger Arzneimittelherstellers vor, so dass auch amerikanische und englische Pharmagrößen gerne mit dem noch kleinen Hersteller aus dem Rheinland kooperierten und nach und nach weitere hochwirksame Antibiotika als Lizenzpräparate zur Verfügung stellten.

Die Ausstellung beleuchtet aber nicht nur die Anfänge der Antibiotika-Ära. Es werden ebenfalls die heutigen Herausforderungen der Antibiotika-Resistenzmechanismen und -entwicklung thematisiert.





Veranstalter:

Team Villa Museum Zinkhütter Hof
Straße:
Cockerillstraße 90
PLZ/Ort:
52222 Stolberg

Ansprechpartner
Hartmut Kleis, Karl-Heinz Oedekoven



Termine:

Die Veranstaltung findet an 15 Terminen im Zeitraum vom 24.03.2019 bis zum 30.06.2019 statt.

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Preis 2,00 €


Veranstaltungsort:

Villa Zinkhütter Hof - Kunstdepartment
Straße:
Cockerillstraße 90
PLZ/Ort:
52222 Stolberg




Bilder:

KLEIS Flyer
Unbenannt