Vennfußfläche und Münsterländchen

 

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Hostetstraße in Büsbach, Foto: B. Engelen.

Ähnlich wie Breinig, Venwegen oder Dorff zeigt der im 9. Jahrhundert als fränkische Siedlung entstandene Stadtteil Büsbach mit der Hostetstraße die für das „Münsterländchen" (Territorialgebiet der ehemaligen Reichsabtei Kornelimünster) charakteristische Siedlungsform und erinnert mit ihrem verbliebenen alten Hausbestand an längst vergangene Zeiten.

Nach Süden lässt sich von Büsbach aus die vorwiegend mit Weideland überdeckte Parklandschaft der weiten Vennfußfläche erkunden und im Westen lädt das sogenannte Gedautal (Oberlauf der Inde) zu einem Besuch ein.

Am Ende der  Hostetstraße findet sich  als lohnenswertes Ziel für passionierte Naturfreunde mit Hang zum Besonderen das ehemalige Erzfeld Brockenberg, wo in früherer Zeit der zur Messingherstellung notwendige Galmei geschürft wurde. Dieses im Kern vorindustrielle Grubenfeld ist, wenn auch nicht der bekannteste, so doch der bedeutendste Standort unserer Galmeiflora.

Die hier anzutreffende Galmeiflora ist hinsichtlich der Populationsdichte von Galmeiveilchen und Grasnelke mehr als bemerkenswert und liegt in erheblich reinerer Form vor, als dies an flächenmäßig größeren und bekannteren Standorten der Fall ist. Die Galmeiflur am Brockenberg ist jedoch nicht nur bezüglich ihrer idealtypisch ausgebildeten Zinkpflanzengesellschaft interessant, sondern stellt zugleich auch eines der letzten, halbwegs erhaltenen Erzschürfgebiete aus vorindustrieller Zeit dar. Das stark zerfurchte Gelände ist somit auch als montanhistorisches Zeugnis durchaus schützenswert.

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Ehemaliges Grubenfeld Brockenberg, Foto: F. Holtz.