Unbegleitete minderjährige Ausländerinnen und Ausländer (UMA)

Telefon 02402 / 13-344
Erdgeschoss
Zimmer: 47

Unbegleitete minderjährige Ausländerinnen und Ausländer (UmA) sind Kinder und Jugendliche, die aus Krisengebieten der ganzen Welt ohne Personensorgeberechtigte oder ausweislich legitimierte Erwachsene in die Bundesrepublik Deutschland einreisen und bei der Einreise das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht haben.

Sie fallen unter den Schutz der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen. Unabhängig von Herkunft, Religion und Geschlecht haben sie dieselben Rechte wie andere in Deutschland lebende Kinder, Jugendliche und Heranwachsende nach dem Achten Sozialgesetzbuch (SGB VIII, Kinder- und Jugendhilfe). Zuständig sind die örtlichen Jugendämter, bei dem der junge Flüchtling sich meldet. Diese leiten die weiteren Schritte ein (Altersfeststellung, Gesundheitsuntersuchung, Inobhutnahme, Klärung des weiteren Hilfebedarfs). Beim zuständigen Familiengericht wird die Bestellung eines Vormunds und eines Ergänzungspflegers beantragt. Der Vormund ist bis zur Volljährigkeit des Jugendlichen für alle Belange des jungen Flüchtlings, mit Ausnahme der Durchführung des Asylverfahrens, verantwortlich. Die unbegleiteten minderjährigen Ausländerinnen und Ausländer erhalten Hilfe zur Erziehung, die vom Sorgeberechtigten (Vormund) beantragt wird.