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von Heinrich Hoffmann erschienen 1914 im Joseph Dostall Verlag, Eschweiler Nachfolgend sind alle Sagen aus der o.g. Sammlung zusammengestellt, die montanhistorische Bezüge erkennen oder vermuten lassen. Die angegebenen Zahlen entsprechen der Nummerierung in der Originalausgabe.
Geuenich und die Stadt Gression Von Herrn Wilhelm Harff Zwischen Altdorf und Inden im Kreise Jülich stand noch bis in das neunzehnte Jahrhundert hinein auf einsamer Höhe die uralte Kirche zu Geuenich, die dem hl. Remigius geweiht war. Heute sieht man keine Spur mehr von ihr. Sie diente in früherer Zeit als gemeinsame Pfarrkirche der drei umliegenden Ortschaften Altdorf, Inden und Pattern, die heute eigene Pfarreien bilden. Die im 19. Jahrhundert wegen Baufälligkeit abgebrochene Kirche zu Geuenich soll der letzte Rest des dort gelegenen, aber mit der Zeit untergegangenen großen Dorfes Geuenich gewesen sein. Andere aber sagen, dort habe die sagenhafte Stadt Gression gestanden, die einen meilenweiten Umfang gehabt und von der der türkische Feldherr, der gegen Gression zog, gesagt haben soll: "Komme ich dann über den Rhein, so ist gleich die Stadt Gression mein."
Die Vorstadt von Gression Mündlich von vielen aus Altdorf und Umgegend Der Teil von Altdorf, der von der Kirche an der Straße nach Inden zu liegt, führt noch heute den Namen Vorstadt. Auf dieser Stelle soll nach allgemeiner Volkssage ehedem die Vorstadt von Gression gestanden haben. Der Name soll noch eine Erinnerung daran sein. Die Stadt Gression selbst läßt das Volk von Gressenich bis zum Geuenicher Acker reichen. Sie ist versunken; einen Grund dafür kennt man nicht. Im Boden stecken aber noch viele Mauerreste, die sich in der Frucht in dem kümmerlichen Aufwuchs bemerkbar machen.
Ein Marktplatz von Gression Mündlich von vielen Hier in der ganzen Gegend, so erzählt man sich in Echtz, Geich, Obergeich und anderen Orten, findet man an vielen Stellen auf den Feldern und im Boden Bruchstücke großer Dachpfannen, wie man sie heute nicht mehr kennt. Auch stößt man mit dem Pfluge oder Spaten auf alte Fundamentmauern und manchmal an Plätzen, wo man sie bis dahin nicht vermuten sollte, weil sich auf der Ackeroberfläche keine Baureste zeigen. Selbst in zwei Meter Tiefe traf man auf Grundmauern, und jedesmal hieß es: "Dat es wedde e Stöck van de Stadt Gression, die versonke es." Besonders viele Baureste alter Gebäulichkeiten trifft man an der 'Duffesmaar' bei Geich an. Es geht nämlich die Sage, in der 'Duffesmaar' habe der Marktplatz der Stadt Gression gelegen, der von vornehmen Bauten, darunter von einer Kirche (nach anderen von einem Kloster) umgeben war. Gression war eine große Stadt, die in Gressenich ihren Anfang nahm und sich von da sieben Stunden in die Länge und Breite ausdehnte. Die Bewohner waren Heiden, von einzelnen werden sie auch als Römer bezeichnet. Eines Tages aber, man weiß nur nicht aus welcher Ursache, öffnete sich der Boden unter ihr und verschlang die Stadt samt allen Bewohnern. Sie versank in die Tiefe, und die Erde verschloß sich über ihr. Die meisten Gebäude, so glaubt man, seien bei dem plötzlichen Untergange in Trümmer gegangen, wie dies noch heute die Reste zeigen; andere Bauten sollen noch wohlerhalten im Boden ruhen. So wurde mir in Gressenich von einer Greisin, die aus Merken stammte, darüber folgendes berichtet: "Eines Tages pflügte ein Landmann aus Merken an der 'Duvvesmaar' seinen Acker. Plötzlich stieß er auf einen harten Gegenstand im Boden, so daß der Pflug davon zerriß, und es fing an zu läuten. Neugierig grub er nach und sah verwundert, daß er an die Spitze eines Kapellenturmes (so nannte ihn die Greisin, während man in Geich und Umgegend allgemein von einer Kirche spricht) gestoßen und dadurch das Glöcklein zum Läuten gebracht hatte. Sofort warf er Erde in das Loch; denn es soll nicht gut sein, in die Geheimnisse einer versunkenen Stadt einzudringen." - Das Leben in der Stadt Gression soll noch nicht ganz erstorben sein. In der Weihnachtsnacht (nach anderen in der Matthiasnacht) wird es da drunten wieder lebendig, und Schlag 12 Uhr fangen die Glocken der versunkenen Kirchen an zu läuten. Wer dann lauschend sein Ohr an den Boden hält, kann die Töne vernehmen, die nur dumpf aus der Tiefe an die Oberfläche dringen. Auch will man an der 'Duvvesmaar' die schönste Musik in stiller Nacht gehört haben. Einige behaupten, in gewissen Nächten versammelte sich früher dort der 'Hexereih', dessen Teilnehmer bei Spiel und Tanz allerlei Kurzweil trieben; andere glaubten, es sei unterirdische Musik, die aus der versunkenen Stadt herrühre. Ein junger Mann aus Geich, der in Luchem freite und darum oft spät nachts zurückkehrte, hörte manchmal die geheimnisvolle Musik, konnte aber niemals entdecken, wo die Musikanten waren. Dazu trieben Irrlichter und Feuermänner dort ihr Wesen, so daß man früher nur mit Grausen über den verrufenen Platz ging. Nach der Sage führte ein unterirdischer Gang von der 'Duvvesmaar' nach Geich, wo er in dem Keller des Hauses zum 'helligen Geestes' ausmündete.
Obergeich als Römerstadt Mündlich Der alte, über 90jährige Pohl aus Obergeich berichtete mir folgendes: "Von den alten Leuten, die weder lesen noch schreiben konnten, und die es daher aus mündlicher Überlieferung wußten, habe ich immer gehört, daß Obergeich in uralter Zeit größer und bedeutender war. Es war eine Stadt aus der Römerzeit, die Gression hieß. Hier hat sogar ein stattliches Schloß in der Stadt gelegen, in dem Raubritter wohnten. Da kamen eines Tages andere Raubritter, zerstörten und verbrannten Schloß und Stadt. Es blieben nur die Fundamente, die sich unter dem Boden in der Umgebung dahinziehen, übrig, sowie die vielen roten Dachpfannen, die auf den Feldern liegen. An der Stelle, wo das Schloß gelegen, haben wir oft verkohlte Holzbalken, Asche und Wirtschaftsgeräte, besonders aus Eisen gefunden. Ein verrosteter Degen, dessen Griff aus Hirschhorn bestand, kam zum Vorschein, sowie ein flacher Schleifstein, den wir noch heute gebrauchen. Auch die im Boden stehenden Mauerreste zeigen, daß hier einmal ein starker Brand gewütet hat, da die Steine oft von Rauch geschwärzt sind."
Die Stadt Gression auf dem Schlicher Keller Mündlich von mehreren Unterhalb Schwarzenbroich heißt eine Stelle im Walde 'op dem Schlicher Kelde'. Früher war dort ein weit ausgedehnter Weideplatz, heute wachsen auf ihm Waldbäume. In uralter Zeit, so geht die Sage, erhob sich an der Stelle eine große und schöne Stadt, die Gression hieß und von Gressenich bis Düren reichte. Einige behaupten, daß auch auf dem benachbarten Klosterberge und dem Erbs Häuser gestanden haben. Die Bewohner der Stadt führten ein lasterhaftes und gottloses Leben. Aber Gottes Langmut hat ihre Grenzen. Eines Tages bei einem tollen Festesjubel entlud sich über der Stadt ein furchtbares Unwetter. Eine Wasserflut kam und zerstörte die Stadt; nur die Kellerwerke und Grundmauern blieben übrig. Das Wasser riß selbst die Gebäude von den beiden Bergen spurlos hinweg, und kein einziger Bewohner blieb verschont. Ungewöhnlich große, rote Dachpfannen und andere Ziegel im Boden des ehemaligen Weideplatzes zeugen von der Stadt. Etwas unterhalb Schwarzenbroich fand man im Bruche steinharte, schwarze Baumstümpfe mit ihren Wurzeln nach oben gekehrt, in denen das Volk die Zeichen der großen Flut, die der Stadt ein Ende machte, zu erkennen glaubte.
Die Stadt Gression in Langerwehe Mündlich von vielen aus der Umgegend Auf dem Berge, auf dem die Langerweher Kirche liegt, findet man im Boden an manchen Stellen Grundmauern alter Gebäulichkeiten; auch ungewöhnlich große, rote Dachpfannen kommen wie auch anderwärts, in der ganzen Umgegend zum Vorschein. Das sind die Trümmer der großen Stadt Gression, die sich in uralter Zeit über den Berg bis Gressenich und nach allen Seiten weit in die Umgegend und namentlich bis über das alte, verschwundene Geuenich bei Altdorf erstreckte. Von dieser Stadt heißt ein Teil des Dorfes Altdorf, der auf Inden zu liegt, noch heute 'die Vorstadt'. Bei Obergeich lag zu jener Zeit auf der 'Duvvesmaar' der Marktplatz von Gression mit vornehmen Gebäuden, und über den 'Uhles' in Langerwehe stand in Richtung auf Weisweiler hin im sogenannten 'Poezefähld' ein Stadttor. In dieser Stadt wohnten die Heiden, und die Langerweher Kirche war damals ein Heidentempel. Noch heute soll eine unleserliche, eiserne Tafel der Kirchenmauer zu Langerwehe an jene Zeit erinnern. Gression ist aber wegen der Lasterhaftigkeit seiner Bewohner von der Sündflut hinweggeschwemmt worden, und nur die Kirche, die später zu einem christlichen Gotteshause umgewandelt wurde, ist von der gottlosen Stadt übriggeblieben. Wie gewaltig die Flut in der Stadt gehaust hat, will das Volk an den großen Mengen zusammengeschwemmter Baumstämme in der Lucherberger Braunkohle und in den dort angetürmten Sand- und Geröllmassen erkennen.
Tempel von Gression Mündlich von vielen in Langerwehe In der ganzen Umgebung bezeichnen die alten Leute die Langerweher alte Kirche als einen Heidentempel, und die Sage erklärt das so: Auf der Höhe, von der die alte Kirche von Langerwehe so stolz in die Gegend schaut, hat in uralter Zeit die berühmte Stadt Gression gestanden, wie das die Mauerreste, die in der Umgebung der Kirche im Boden stecken, beweisen sollen. Die Kirche stand damals auch schon da. Sie war aber ein Heidentempel; denn die Bewohner von Gression waren Heiden. Auch ein Tor der Stadt stand in der Nähe des 'Uhles', wo es deshalb noch heute im 'Poezefähld' heißt. Zu der Stadt gehörten die benachbarten Dörfer Hamich, Heistern, Gressenich und noch viele Ortschaften der Umgegend, die aber alle untergegangen sind, von denen aber an manchen Stellen unterirdische Mauerruinen und die großen, roten Dachpfannen zeugen. Den Tempel hatte man auf der Höhe inmitten der Ortschaften, aus denen die Stadt bestand, errichtet, damit, wie die Leute erklärten, die Umwohner keinen zu weiten Kirchgang hätten. Da kam aber die Sündflut und bereitete der Stadt ihren Untergang; nur Gressenich, das von der Stadt seinen Namen haben soll, blieb bestehen, desgleichen der heidnische Tempel auf dem Berge, der später in ein christliches Gotteshaus umgewandelt wurde. Noch eine eiserne Inschrifttafel, welche niemand lesen kann, und die in der Kirchenmauer eingelassen ist, soll aus dieser Zeit stammen. Wie stark die Flut gewütet hat, die Gression zerstörte, will das Volk in den vielen in der Braunkohle zu Lucherberg zusammengeschwemmten Holzstämmen erkennen und in den darüber gelagerten Sand- und Geröllmassen. Alle die Holz-, Sand- und Geröllmassen, die die Flut mit fortgerissen, hätten sich an dem Hügel, auf dem Lucherberg liegt, angestaut und kämen jetzt erst durch den Bergwerksbetrieb zum Vorschein.
Zusammenfassung der Sage von der Stadt Gression Die Sage von der Stadt Gression ist über ein großes Gebiet verbreitet. Sie lebt im Kreise Düren auf der ganzen linken Rurseite, greift von Düren an auf die rechte Flußseite hinüber und umfaßt mit Ausschluß von Niederzier den ganzen nördlichen Teil des Kreises. In den Kreisen Bergheim und Jülich tritt sie uns ebenfalls in einigen Ortschaften entgegen. So soll 'nach einer alten Sage und einer in Aldenhoven sich befindenen Chronik' auch 'die alte Feldkirche Geuenich bei Altdorf und Inden' zu Gression gehört haben. Besonders lebendig ist die Sage im Landkreise Aachen, so in Gressenich und im weiten Umkreise von Gressenich, und sogar in dem weit entlegenen Vetschet desselben Kreises ist sie zu finden. Jedesmal knüpft sich die Sage von Gression an die Spuren römischer Ansiedlungen an, die besonders zahlreich in dem bezeichneten Gebiete auftreten. Wo sich nur römische Baureste, namentlich die roten Dachpfannen und Grundmauern zeigen, versetzt man die untergegangene Stadt hin. Die Entstehung der Sage dürfte der Auffindung dieser Reste zu danken sein. Stößt man nämlich noch heute mit dem Spaten oder Pfluge unvermutet auf eine bis dahin unbekannte Fundstelle, so sagt man gleich: "Dat es wedde e Stöck van dr Stadt Gression, die versonke es" oder ähnliches. Beachtenswert ist es, daß man fast immer die Sage mit dem heutigen Dorfe Gressenich in Beziehung bringt. In den meisten Ortschaften des Kreises Düren linksseitig der Rur heißt es bei der Erzählung der Sage: "Hier hat die Stadt Gression gestanden, die bis Gressenich reichte." Auch gibt man oft an, "Gressenich hat seinen Namen von der Stadt Gression," oder "Gressenich ist von der Stadt allein übrig geblieben oder bildete den Hauptteil der Stadt." Die Verbindung des Namens Gression mit dem heutigen Gressenich beleuchtet auch den Umstand, daß man die untergegangene Stadt nicht selten Gressenich nennt. Außer dem Namen Gression (wie die Stadt allgemein genannt wird) und Gressenich begegnet man auch den Namen Gressiona, Gressionau, Grassi- Gronau, Grasigrone und Gratenich (so wird sie in Brandenberg genannt). Es läßt sich leicht erklären, daß die Sage bei ihrer weiten Verbreitung in den vielen Ortschaften sehr verschieden erzählt wird. Oft werden nur kurze Angaben gemacht, wie: "Hier oder dort hat die Stadt, oder hier (man bezeichnet dabei die Flurstelle, wo die römischen Altertümer gefunden werden) hat ein Marktplatz, eine Kirche, eine Burg von Gression gelegen." Oft aber rankt sich an ein einzelnes Überbleibsel der Stadt oder an ein Ereignis, das zur Zeit des Bestehens der Stadt stattgefunden haben soll, eine schöne Sage, manchmal ein ganzes Sagennetz an. Ein Gesamtbild der einzelnen im Volke noch lebenden Sagen würde folgendes ergeben: Gressenich, ein heute nur wenig bekanntes Dorf im Landkreise Aachen, war in uralter Zeit eine so gewaltige Stadt, daß keine an Größe mit ihr verglichen werden konnte. Der Durchmesser der Stadt betrug nach Angabe einiger zwei, nach anderen fünf und nach den Berichten der meisten gar sieben Stunden. Nach anderen Angaben reichte sie von Aachen bis Köln und von Düren bis Jülich oder von Aachen längs der Krefelder Straße bis zum Rheine. Einige bemaßen den Umfang der Stadt sogar auf hundert Stunden. Auch über die Bauanlage der Stadt ist man unterrichtet. Sie war nicht wie die heutigen Städte so geschlossen gebaut. Es reihte sich nicht an den Straßen Haus an Haus an, sondern die Häuser lagen oft weit auseinander; nur hier und da waren sie zu Gruppen nach Art unserer Weiler vereinigt. Trotzdem die Häuser nicht zusammmenlagen, so bildete doch die Stadt ein Ganzes. Sie wird in Gressenich, Gürzenich und Lucherberg und anderen Orten sogar als eine wohlbewehrte Festung geschildert, die von Mauern umgeben und durch Tore verschlossen war. In Langerwehe soll ein Tor gestanden haben. Davon soll noch die Bezeichnung einer Flurstelle 'em Pozefeld' Zeugnis ablegen. In Gürzenich sollen im 'Rott' Festungswerke und Tore der Stadt gestanden haben. Öffentliche Plätze gab es ebenfalls, und Marktplätze der gewaltigen Stadt verlegte man an die heutige Stelle des Muttergotteshäuschens in Düren, auf die 'Duffesmaar' bei Geich und auf den sogenannten 'Mahdberg' bei Birgel, dessen Name von dem dort gelegenen Marktplatz herrühren soll. An manchen Punkten sucht man öffentliche Bauten der Stadt, wie Kirchen, Tempel oder Burgen. Auf der Duffesmaar stand außer anderen vornehmen Bauten eine Kirche, in Pier befand sich an der Stelle der heutigen Pfarrkirche ein heidnischer Tempel der Stadt Gression, und die Flurnamen 'Kirchwasser' bei Merken und 'de ahl Kerch' bei Berzbuir sollen von dort versunkenen Kirchen von Gression benannt worden sein. Die alte Pfarrkirche von Langerwehe soll sogar, zufolge allgemeiner Angabe der Umwohner, ursprünglich ein Heidentempel von Gression gewesen sein, der erst nach dem Untergange der Stadt, nach Ausbreitung des Christentums in ein christliches Gotteshaus umgewandelt worden sein soll. Im Nonnenweiher bei Derichsweiler soll ein Kloster, das noch zu Gression gehörte, versunken sein. Die Heidenburg bei Hoven bezeichnen viele als eine Burg der Stadt, und im Schlammerweiher bei Pier soll die Burg des Oberhauptes der Stadt ('der über die Stadt zu sagen hatte') gestanden haben. Das Alter der Stadt wird verschieden angegeben. Einige sagen, Gression bestand schon vor der Sündflut, andere setzen ihr Alter in die Heidenzeit. Die Bewohner sind nach allgemeiner, fast übereinstimmender Angabe Heiden gewesen; nur in Gressenich und Geich wurden sie als Römer bezeichnet. Die Stadt hat eine wechselvolle Geschichte gehabt. Einmal erschienen vor Gression, das als uneinnehmbare Festung galt, die Türken in gewaltigen Scharen und belagerten die Festung. An dem zwischen Gressenich und Hamich fließendem Omerbache, der damals ein großer, schiffbarer Strom war, kam es zu einer furchtbaren, blutigen Schlacht, in der die Türken so vollständig geschlagen wurden, daß sie mit großen Verlusten abziehen mußten. Beim Abzuge soll der türkische Feldherr den Ausspruch getan haben: "Kommen wir wieder, so werden wir in noch größerer Heeresmasse erscheinen, so daß unsere Pferde den Omerstrom ('ussuffe') leer saufen können, um trockenen Fußes hinüberzukommen. Dann soll kein Stein auf dem anderen in der Stadt bleiben." Nach einigen sind die Türken in noch gewaltigerer Anzahl zurückgekehrt. Die Bewohner flohen vor Angst und Schrecken in die nahegelegenen Wälder. Die Türken bemächtigten sich der Stadt und machten den Ausspruch ihres Feldherren zur Wahrheit. Es läuft noch ein anderer Ausspruch eines türkischen Oberbefehlshabers im Volke um, der in der Umgegend von Krauthausen lautet: "Komme ich bis an den Rhein, so ist gleich Gression mein." Nach anderen Berichten hatten die Türken im ersten Kriege so große Verluste erlitten, daß sie an keine Wiederkehr mehr gedacht hätten; im Gegenteil sollen sie noch heute Furcht vor dieser Stadt haben. Bei den vielen, manchmal sich widersprechenden Angaben steht nur das eine fest, daß am Omerbache eine verlustreiche Schlacht stattgefunden haben soll, die die Entscheidung brachte. Das Andenken an diese Entscheidungsschlacht mit den Türken hatte sich lange in einem alten, aber jetzt vergessenen Liede erhalten dessen Anfang hieß: Am Omerstrom Ward eine Blutige Schlacht geschlagen ..." Wieder andere berichten von einem Kampfe der Spanier, die beim Übersetzen über den Omerstrom in den Wellen ertranken. Dadurch sei die Festung gerettet gewesen. Endlich melden die Umwohner von Stolberg von einer anderen Gefahr, die die Stadt Gression bedrohte. Es zogen nämlich von Westen her die Franzosen in großer Schar heran. Diesmal setzte aber der Merzbach, der damals ein gewaltiger Strom war, so daß Schiffe auf ihm fahren konnten, ein solches Hindernis in den Weg, daß die Feinde wieder unverrichteter Sache abziehen mußten. Am Totenlager bei Lucherberg wurde von einem unbekannten Volke ein Angriff auf Gression gemacht. In dem Kampfe kam der feindliche General ums Leben, der dort mit vielen anderen Gefallenen seine Ruhestätte fand, worauf die dortige Flurstelle den Namen 'das Totenlager' erhielt. Ebenso wird in Gürzenich von Kriegen und Kämpfen gegen die Stadt Gression berichtet, die im 'Rott', wo man Festungswerke und Tore annahm, stattgefunden haben sollen. Die Berichte sind aber so verworren, daß man keinerlei einheitliches Bild davon gestalten kann. Gar mancherlei erzählt sich der Volksmund von dem Endschicksale der Stadt. In einigen Orten geht die Sage, daß fremde Kriegshorden über die Stadt hereinbrachen, sie zerstörten und verbrannten, so daß nur elende Trümmerhaufen übrig blieben. In Merken sagt man, bei der Zerstörung sei es so schrecklich hergegangen, daß davon die Stadt den Namen 'Gräßelich' erhielt, der später in Gressenich umgewandelt wurde. An der Kohlenasche, die man vielfach bei den römischen Trümmern findet, will man das sichere Zeichen von der Zerstörung durch Feuer und Brand erkennen. In anderen Orten schreibt man den Untergang der Stadt einer Flut zu, meist der Sündflut. Man will das auch an manchen Stellen begründet finden. In Gressenich will man die Zeichen in den versteinerten Muscheln, die noch vom Wasser herrühren müßten, und die so oft in den Steinbrüchen zutage treten, erkennen. In Lucherberg, Langerwehe und anderen Orten weist man auf die in der Braunkohle bei Lucherberg zusammengeschwemmten Baumstämme, die dort bei der Flut aufgehäuft seien, sowie auf die über der Braunkohle lagernden Sand- und Geröllmassen hin. Auch sollen die im 'ruede Brooch' bei Schwarzenbroich gefundenen, mit den Wurzeln nach oben gekehrten, steinharten, schwarzen Baumstümpfe auf die gewaltige Flut hindeuten, die das Schicksal der Stadt besiegelte. Am meisten verbreitet ist die Anschauung, daß die Stadt versunken sei. Fragt man nun nach dem Grunde, weshalb die Stadt versunken sei, da das doch eine Strafe bedeute und eine Strafe eine Schuld voraussetze, so wissen manche keine Antwort. Viele aber begründen den plötzlichen Untergang mit der Üppigkeit und Lasterhaftigkeit der Bewohner der Stadt. Meist fügt man bei dieser Schilderung hinzu, früher habe man sich vielmehr von der Stadt zu erzählen gewußt, von der großen Pracht, dem Reichtum, der Üppigkeit der Bewohner usw., das aber jetzt der Vergessenheit anheimgefallen ist. Die schlimmste Übeltäterin in Gressenich soll 'Frau Liesche' gewesen sein, eine frevelhafte Sabbathschänderin, die zur Strafe jetzt noch in Röhe und Hehlrath umgeht und durch ihr nächtliches Klagegeschrei die dortigen Bewohner erschreckt. Ferner gibt man noch an, daß das Leben unten in der Stadt noch nicht völlig erloschen sei. In der Weihnachtsnacht z.B. würde es wieder in ihr lebendig. Zu Mitternacht höre man die unterirdischen Glocken läuten. Ganz besonders wird das von der Duvvesmaar, vom Kirchwasser, dem Nonnenweiher und von einer Stelle am Erzbach bei Mausbach erzählt, und ältere Leute versichern, in ihrer Jugend zu Mitternacht der Christnacht an die Stellen geeilt zu sein, um das unterirdische Glockengeläute zu vernehmen. Aber nur der Gläubige, und wer sein Ohr lauschend an den Boden hält, kann die dumpfen Töne heraufklingen hören.
Der Bergwerksbetrieb der Stadt Gression Mündlich von vielen aus Gressenich und Umgebung Gressiona war vor Zeiten eine gewaltig große Stadt. Gressenich war ihr Mittelpunkt. Von hier zog sie sich nach Westen bis Cornelimünster in einer langen Straße. In entgegengesetzter Richtung ging sie der Münsterstraße entlang auf Düren hin, das auch noch zur Stadt gehörte. Nach Norden erstreckte sie sich weithin über Jülich. Damals wurde in Gressenich viel gebergt. Man grub nach allerlei Erzen, besonders Blei-, Eisen- und Kupfererzen. Das bedeutendste Bleibergwerk war im Schieverling zwischen Gressenich und Diepenlinchen. Viele setzten den Bergwerksbetrieb in die Zeit der Römer, andere noch früher, in die Zeit der Sündflut. In den Bergwerken arbeiteten ganz kleine Menschen. Es sollen Römer gewesen sein, und alte Leute nannten deshalb früher Menschen von ungewöhnlich kleinem Wuchse Römermännchen. Durch den großen Erzreichtum in den Bergwerken soll großer Reichtum in die Stadt geflossen sein. Der Reichtum verleitete die Bewohner zu Üppigkeit und Völlerei. Allerlei Laster nahmen überhand, bis endlich der Zorn Gottes über sie kam. Eine gewaltige Flut, die manche als die Sündflut annehmen, schwemmte alles hinweg und begrub das Bergwerk unter dem Sande. Von den Gebäuden der Stadt blieben nur noch Trümmer übrig, die in geringen Resten an manchen Stellen sich in den Äckern finden. Das Bergwerk im Schieverling lag bis zu den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts tief unter dem angeschwemmten Sande vergraben. (Gerade darin will das Volk ein sicheres Zeichen sehen, wie die Flut gehaust hat.) Man grub die Schlacken, da sie noch viel Metall enthielten, unter dem Sande heraus, um sie in den Bergwerken zu Stolberg noch einmal zu verschmelzen. Da fanden sich auch noch 'Rüster aus Eisen', die alten Schmelzöfen, in denen das Blei geschmolzen worden war. Auch zeigten sich viele schwarze, steinharte Baumstämme und Balkenreste, die von der Flut dahingeschwemmt waren. Ebenso zeigten sich in den Schlacken viele Römermünzen, allerlei irdene Geschirre, Haarnadeln und andere Dinge aus der Römerzeit. Desgleichen kamen viele äußerst kleine Hufeisen zum Vorschein. Der Schieverling war früher sehr verrufen wegen der vielen Irrlichter, die sich dort nächtlicherweise zeigten, und die manchem Bergarbeiter, der zur Nachtzeit von Diepenlinchen kam, mitgespielt haben sollen.
Das uralte Bergwerk im Schieverling Mündlich von vielen aus Gressenich und Umgebung In uralter Zeit war im Schieverling westlich von Gressenich ein bedeutendes Bleibergwerk, wie das die vielen Schlacken und die aufgefundenen 'Rüster aus Eisen' oder die Schmelzöfen bewiesen. Die Schmelzöfen waren kleine Handöfen die, mit Holzkohlen geheizt, die Erze zum Schmelzen brachten. In dem Bergwerk, so erzählen die alten Leute, die es von ihren Eltern und Großeltern hörten, arbeitete ein ungewöhnlich kleiner Menschenschlag. Einige nennen sie Römer und begründen das damit, daß man früher Menschen von außergewöhnlich kleinem Wuchse mit dem Namen Römermännchen bezeichnete. Andere bestreiten das und verlegen das Bergwerk in noch ältere Zeit, nämlich in die Zeit vor der Sündflut, als die Stadt Gressiona noch bestand. Gressiona war eine Stadt, mit der an Größe und Umfang sich keine Stadt des Altertums messen konnte; denn sie reichte von Düren bis Cornelimünster, erstreckte sich weit über Jülich hinweg und umfaßte die heutigen Städte Stolberg und Eschweiler. Durch den Bergwerksbetrieb floß großer Reichtum in die Stadt der Heiden. Der Reichtum verleitete die Bewohner der Stadt zur Üppigkeit, Schwelgerei und einem lasterhaften Leben. Das Strafgericht Gottes brach endlich über sie herein. Die Sündflut kam und machte auf einmal der Stadt mit ihren Bergleuten ein Ende. Von den Gebäuden der Stadt blieben nur noch Trümmer und die Kellerwerke übrig. Das wichtigste Bergwerk im Schieverling lag zuletzt unter einer tiefen Sandschicht vergraben. Gerade diese Sandschicht sieht man als einen Beweis für den Untergang der Stadt durch eine Flut an. In den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts grub man unter dem schön geschichteten Sande die Bleischlacken, weil sie noch viel Metall enthielten, heraus, um sie in den Bleischmelzen zu Stolberg noch einmal auszuschmelzen. Da zeigten sich weitere Beweise, wie die Flut gehaust. In den Mulden der Schlacken fand man viele schwarze, steinharte Baumstämme und Balkenreste, welche die Wassermassen dahingeführt hatten.
Die zwerghaften Bergleute Mündlich aus Heistern und Gressenich Der über 80 Jahre alte Meier aus Heistern erzählte folgendes, was ihm sein Vater in der Jugend berichtet hatte: "Im Römerfelde zwischen Gressenich und Werth war ein uraltes Bergwerk. Die Bergleute, die dort einstens arbeiteten, waren von sehr kleiner Gestalt. Man nannte sie Tataren, auch Römer und wegen ihres kleinen Wuchses auch Heinzelmännchen. In ihrer Arbeit waren sie sehr geschickte Leute, und der ganze Boden war ausgehöhlt durch Gänge und Gewölbe, in denen sie fleißig Erze suchten. Da kam eines Tages ein fremdes Kriegsvolk, zerstörte die Bergwerke und rottete die Bergleute aus."
Die zwerghaften Bergleute Mündlich von vielen aus Gressenich und Umgegend Im Römerfelde geht nachts eine Juffer ohne Kopf um. Andere erzählen gleiches vom Schieverling, in dem ein uraltes Bergwerk bestanden haben soll. Auch in diesem Bergwerk sollen Bergleute von kleinem Schlage gearbeitet haben. Man glaubt, es seien Römer gewesen. Deshalb bezeichneten die früheren alten Leute von Gressenich Menschen von ungewöhnlich kleinem Wuchs mit dem Namen Römermännchen. Man berichtet sogar, daß solche kleinen Männchen, die man für Nachkommen der alten Bergleute hielt, hier in der Gegend bis in die jüngste Zeit gelebt hätten.
Einsturz im Bergwerk Mündlich von Herrn Averdung aus Schevenhütte Früher hatten die Bergleute von Mausbach, Krehwinkel, Werth, Gressenich, Hamich und Schevenhütte das sogenannte Baggerrecht, d.h. jeder konnte an einer Stelle, wo man Eisensteine vermutete, den Eisenstein gewinnen. Damals sollen die vielen Löcher in der Umgebung von Gressenich, besonders in den Waldungen auf Schevenhütte zu, entstanden sein. Diesen Eisenstein mußten die Eisenhütten von Schevenhütte, um das Metallgut schneller flüssig zu erhalten, gebrauchen. Die Leute hatten zur Gewinnung des Eisensteins recht primitive Einrichtungen. Sie trieben einen Schacht in der Art eines Brunnens in die Erde und förderten in Eimern den Eisenstein durch ein einfaches Kabelwerk in die Höhe. Die Wände des Schachtes wurden mit hölzernen Reifen ausgeschlagen, damit das Erdreich nicht herabsinke. Dabei konnte aber leicht ein Absturz des Erdreiches erfolgen. Am Weißenberge bei Gressenich war man auch so beschäftigt. Da sank eines Tages die Erde herab und begrub zwei dort beschäftigte Arbeiter. Nach ihrem Tode hörte man mitunter lautes Gebet; man sah jedoch niemanden. Deshalb glaubte man, daß dieses Gebet von den Seelen der dort Verunglückten, die noch nicht zur Ruhe gelangt seien, herrühre.
Berggeist zeigt eine Erzader an Mündlich aus Gressenich Es war die Zeit, als die Bergleute von Gressenich und Umgegend auf eigene Faust nach Erzen suchten, die sie dann zur Schmelze brachten. Nach der Menge und Güte der Waren wurden sie ausbezahlt. Ein frommer Bergmann, der sehr arm und dazu noch mit einer zahlreichen Kinderschar gesegnet war, stand einst vor seinem wenig ergiebigen Ort (d.i. die Stelle, wo gegraben wird). Plötzlich stand hinter ihm ein seltsam großer Mann, grüßte ihn mit dem bergmännischen Gruße: "Glück auf!" und fragte ihn nach seinem Ergehen. Der Bergmann faßte Vertrauen zu dem Fremden, klagte ihm, daß er eine zahlreiche Familie habe, aber sein 'Ort' stehe so schlecht und werfe nichts ab, und so müsse seine Familie darben. Der Fremde, der der Berggeist war, sagte zu ihm: "Graf e wennig wigger (weiter) dörch, dann könns de op schünn Ehz!" Der Bergmann tat es und stieß auch wirklich auf ein schmales Äderchen mit feinstem Erze. Mit neuem Mute grub er weiter. Seine Ausdauer wurde belohnt; denn auf einmal wurde die Ader breiter. Erfreut füllte er sein Säckchen voll und trug es hinauf zutage. Oben angekommen, begegnete ihm ein feiner Herr, in dem er den fremden Bergmann in den Gesichtszügen wiedererkannte, nur daß er jetzt nicht in Bergmannstracht erschien. Der Fremde fragte ihn: "Häß de jetz Ehz fonge?". "Jo, ich hann schünn Ehz fonge. Dat es et ieschte, wat ich drvann erusbränge," antwortete der überglückliche Bergmann. "Nu loß mich ens kicke, wat du dann em Säckelche häß." Der Mann legte sein Säckchen ab und zeigte dem Fremden sein Erz. Was aber war das! Vor Verwunderung konnte er kein Wort hervorbringen; denn das vermeintliche Erz war pures Gold. Beglückt und ganz gerührt dankte er dem Fremden für seinen Rat. Dieser aber entfernte sich freundlich lächelnd.
Das Öl des Berggeistes Mündlich aus Gressenich Ein kleines, altes Bergmännchen ging durch die Strecke des Bergwerkes, ob es Diepenlinchen oder ein anderes Bergwerk in der Nähe war, ist zweifelhaft. Da begegnete ihm auf dem Wege ein Bergmann von ungewöhnlich hohem Wuchse, den es noch nie gesehen hatte. Das Licht des riesenhaften Fremden strahlte so sehr, daß man weit durch die 'Strecke' sehen konnte. Verwundert schaute der Bergmann den Fremden an; dieser redete ihn an mit den Worten: "Sag ens, deng Lamp geht uhs." "Dat weß ich, dröm woll ich att maache, dat ich flöck op de Poste komm," antwortete das Bergmännchen. Der Berggeist, das war nämlich der Riese, sagte zu ihm: "Geff mich ens deng Lamp, dann well ich dich jett Ollig dropp donn; evve saag kenem jett, söß geht dich deng Lamp at wärem (wiederum) uhs." Darauf schüttete er dem Bergmännchen Öl auf die Lampe und sagte dann: "Du bruchs jetz keen Ollig mie dropp ze schödde. Säß de evve enem jett, dann moß du och wärem Ollig opschödde wie deng Kamerate." Mit diesen Worten war der Riese in der Strecke verschwunden; der Bergmann sah nur, wie durch das Licht des Verschwundenen die Strecke meilenweit erleuchtet war. Unser Bergmännchen hatte von nun an ein so schönes, helles Licht, wie keiner von seinen Kameraden. Er brauchte auch kein Öl aufzugießen. Das wunderte die übrigen Bergleute, und sie fragten ihn, wie er an das schöne Licht käme. Er sagte aber nichts, wie ihm der Berggeist befohlen hatte. Endlich, nach langer Zeit konnte er dem ungestümen Drängen seiner Kameraden nicht widerstehen und offenbarte ihnen das Geheimnis. Sein Licht erlosch sogleich, und hinfort mußte er Öl auf seine Lampe schütten, wie alle anderen.
Berggeist als Warner Mündlich aus Gressenich Ein Bergmann stand auf der Grube Diepenlinchen vor seiner Arbeitsstelle. Die Arbeit wollte gar nicht weiter. Gemäß seiner Gewohnheit fluchte und wetterte er gewaltig. In dem Augenblick stand hinter ihm der Berggeist in Gestalt und Tracht eines Bergmannes und warnte ihn, weiter zu fluchen. Der Bergmann gab eine trotzige Antwort und achtete der Warnung nicht. Noch in derselben Schicht ereilte ihn die Strafe. Gesteinsmassen gingen nieder und begruben ihn.
Berggeist als Helfer in der Not Mündlich aus Gressenich Von meiner Mutter, die es von älteren Leuten vernommen hat, wurde mir in meiner Jugend von dem Berggeiste folgendes erzählt: Es war Winter, und Weihnachten stand vor der Türe. Eine arme Witwe fror mit ihren Kindern in ihrer einfachen Lehmhütte. Um den Ofen einheizen zu können, fuhr sie mit ihrem Schlitten in den Wald, Holz zu holen. Es war bitterkalt, und das dürre Holz so gefroren, daß sie es kaum brechen konnte. Da stand plötzlich vor ihr der Berggeist in Jägerkleidung und fragte sie, wie es ihr gehe. Nachdem sie ihm ihre Not geklagt hatte, erbot der Berggeist sich, ihr beim Einsammeln des Holzes zu helfen, was sie auch willig geschehen ließ. In kurzer Zeit hatte der Berggeist einen großen Haufen dürren Holzes zusammen, legte die Last auf den Schlitten und raste mit ungeheurer Geschwindigkeit den Berg hinunter zu der Wohnung der Witwe. Das Weibchen konnte nicht beihalten und kam erst nach langer Zeit zu Hause an. Wie erstaunte die gute Frau aber da, als sie an der Stelle der Lehmhütte ein schönes, steinernes Häuschen stehen sah, aus dem ihre Kinder in feinsten Kleidern ihr entgegensprangen. Das alte, verschlissene Mobilar war in die schönsten Möbel umgewandelt. Nie brauchte die Frau mehr Holz zu holen; denn der Haufen ging nie zu Ende. Das hatte der Berggeist getan.
Das Kreuz im Schieverling Mündlich von Herrn Matthias Faensen aus Gressenich und anderen "In meiner Jugend," so erzählte der oben angeführte Gewährsmann, "habe ich folgendes oft gehört: Ein Mann von Gressenich, namens Christian Bolz, war mir einem Säckchen Erz, das er selbst gegraben hatte, nach Münsterbusch gegangen, damit es dort im Hüttenwerk auf seine Güte untersucht und der Preis festgesetzt werde, den er für später zu liefernde Ware erhalten sollte. Damals gruben die Bewohner von Gressenich und Umgegend an manchen Stellen nach Erzen. Die vielen Löcher in der Umgegend sind ein Zeugnis hiervon. Bolz hatte, wie so viele andere, lange vergeblich gesucht und war endlich auf eine ergiebige Erzader gestoßen. Deshalb begab er sich hoffnungsfroh auf die Reise trotz des kalten Wintertages. Seine Hoffnung ward nicht betrogen; denn seine Probe war gut bewertet worden. Bei seiner Rückreise setzte ein heftiger Schneesturm ein. So kam er bis zum Schieverling, wo es damals sumpfig war. Er geriet vom Wege ab und blieb im Schnee stecken. Alle Anstrengungen, sich herauszuarbeiten, waren vergeblich. Des Morgens fand man ihn tot an der Stelle, die jetzt ein einfaches Holzkreuz bezeichnet."
Glockengeläute aus Gression Mündlich aus Gressenich und Schevenhütte Am Ausgange des Schmidtsgäßchens in Gressenich standen früher zwei Steine, von denen jetzt nur noch einer vorhanden ist. Wer sich dort am Ostermorgen mit dem Ohr auf den Boden legte, konnte das Geläute der Osterglocken des Vatikans in Rom vernehmen. Nach anderen sind es die Glocken der untergegangenen Stadt Gression, die aus der Tiefe heraufklingen. Auch von einer anderen Stelle wird einer alten Sage nach gleiches berichtet. Auf der Spitze des 'Lüggebrochs' (in Schevenhütte 'Louebroich'genannt) einem Berge zwischen Schevenhütte und Gressenich, soll in der Mitternachtsstunde zu Weihnachten das unterirdische Glockengeläute aus der Stadt Gression herauftönen.
Von Schweinen ausgewühlte Glocke Mündlich aus Scherpenseel, Hamich und anderen Orten Gressenich hat eine sehr alte Glocke, die man auf eigenartige Weise erhalten hat. Ein Schweinehirt trieb eines Tages die Schweine ins Feld. Da sah er auf einmal, wie die Tiere sehr unruhig wurden und an einer Stelle die Erde aufwühlten. Neugierig eilte er hinzu und sah zu seinem Erstaunen, wie eine große Glocke zum Vorschein kam. Er nahm sie, und man hängte sie im Kirchturme zu Gressenich auf. Die Glocke hatte einen so lauten Klang, daß man ihr Geläute auf der Rurbrücke bei Düren gut hören konnte. Man schrieb der Glocke die Macht zu, Gewitter fernzuhalten. So weit ihr Schall dringe, so weit sei alles vor Blitz und Unwetter geschützt. Es wird in Gressenich erzählt, daß viele schwere Gewitter in der Umgegend großes Unheil anrichteten, Gressenich aber immer verschont blieb. Das habe man der Glocke zu verdanken. Über den Ort der Auffindung der Glocke bestehen verschiedene Angaben. In Heistern erzählt man, die Glocke habe man in den Hamischer Benden, wo der Erdboden noch voller Fundamente alter Gebäulichkeiten aus der Stadt Gression sei, beim Suchen nach Erz gefunden, oder wie andere behaupten, sie sei von vielen Sauen dort aus der Erde herausgewühlt und so aufgefunden worden. Wieder andere, und zwar besonders alte Leute von Gressenich und Hastenrath, bezeichnen den Schieverling als den Ort, wo man sie aufgefunden habe.
Die Glocken von Gression Mündlich aus Merode und anderen Orten In Gressenich erzählt man: "Unsere Kirche besitzt Glocken, deren Inschriften nicht zu lesen sind. Viele Gelehrte sind da gewesen, um die Buchstaben zu entziffern, allein sie konnten nicht einmal angeben, in welcher Sprache sie geschrieben sind. Der Sage nach sollen sie von einem heidnischen Tempel der Stadt Gression herstammen."
Die Quärressteen 'oder Zwergensteine' Mündlich von Herrn Johann Schüller aus Gressenich und anderen Der 'Hetzberg', an einer mit düsterem Gestrüpp bewachsenen Talsenkung zwischen Gressenich und der Grube Diepenlinchen, ist sehr verrufen. Dort sieht man an einer Stelle im Abhange mehrere schwere Kalksteinblöcke aufeinandergetürmt. Erfahrene Bergleute halten die Blöcke für eine natürliche Lagerung des Felsgebildes. Das Volk urteilt darüber anders, indem es sagt, daß die Blöcke von Menschenhand übereinandergeschichtet worden seien. Noch bis heute ist der 'Hetzberg' ein gefürchteter Ort, und selbst am Tage soll es da nicht taugen. Man weiß zwar nicht genau warum, nur heißt es: "Do ligge de 'Quärresmännche' begrave", und die Steine sollen ihre Grabstätte anzeigen. Kinder, die dort das Vieh hüten wollen, warnte man früher mit den Worten: "Do moß d' net john, do ligge de 'Quärresmännche' begrave."
Die Glocken von Gression Von Herrn Prof. Dr. Capitaine Bei Diepenlinchen am Erzbach liegen mehrere altersgraue, moosbewachsene Steine. Wer darauf steht in der heiligen Weihnacht, kann da noch die Glocken der Stadt Gression läuten hören, die dort untergegangen ist.
Die Zwerglöcher Mündlich von Herrn Johann Schüller und anderen aus Gressenich und der Umgegend In dem 'Quärresloche' zwischen Diepenlinchen und Bernardshammer haben in den Felshöhlen, die tief in die Erde gingen und sich vielfach verzweigten, die 'Quärresmännchen' oder Zwerge gehaust. Es hieß, diese kleinen Wesen sollen die Stollen in den Fels geschlagen haben. Die Umwohner mochten sie gerne, und die kleinen Leute entliehen von ihnen Koch- und Eßgeschirre, die sie, blitzblank gescheuert, zurückbrachten. Auch die alten, verrosteten Geschirre erhielten die Bewohner so fein gescheuert zurück, daß sie wie neu aussahen. Als die 'Quärresmännchen' ihre Wohnungen verlassen hatten, sollen die Felshöhlen schlechtem Gesindel als Unterschlupf gedient haben. Die vorübergehende Straße wurde so unsicher, daß man sich gezwungen sah, den Eingang zu vermauern. Ob die 'Quärresmännchen' Römermännchen waren, wie man noch heute Menschen von kleinem Schlage bezeichnet, weiß man nicht genau; manche glauben es.
Die Killewittchen Mündlich von vielen aus Hastenrath und der Umgegend Unfern des Dorfes Hastenrath ist eine Stelle, wo es noch heute im Killewittchen heißt. Dort sah man vor 50 Jahren einen großen Felsen aus Kalkstein, der jetzt vom Bergwerksverein beseitigt ist. In dem Felsen war eine große Höhle, in der kleine Steinbänke standen. Dort haben vor Zeiten die Killewittchen gewohnt. Das waren kleine Zwerge, die sich am Tage nie sehen ließen. In der Nacht verrichteten sie ihre Arbeit. Dabei wollten sie nicht gesehen sein. Die Hastenrather wußten das und ließen sie in Ruhe; denn die Leute standen gut dabei. Zur Zeit der Ernte geschah es oft, daß die reife Frucht, die am Abend noch auf den Halmen gestanden hatte, abgeschnitten war und auf Haufen stand. Die Leute wußten gleich, wer das getan hatte. Wer seinen Pflug im Felde stehen ließ, fand des Morgens seinen Acker frisch gepflügt. Die Killewittchen unterstützten bei ihrer Arbeit besonders die Bauern, die ihre Felder in der Nähe ihrer unterirdischen Wohnungen hatten. Eines Tages waren die Killewittchen fort; wohin sie sich gewandt, und warum sie fortgezogen sind, weiß man nicht. Es wird nur erzählt, vor ihrem Wegzuge hätten sie lange Zeit in der Erde gewühlt, ihre reichen Schätze in Säcke verpackt und mit auf die Reise genommen. Eine andere Erzählweise verlegt die Wohnungen der Killewittchen auf eine Stelle südlich vom Dorfe Hastenrath, doch in die Nähe der Felsenhöhlen. Dort findet man im Boden noch Mauerreste und sonstige Baustücke, besonders die roten Dachpfannen, die von den Wohnungen der Killewittchen herrühren sollen.
Die Killewittchen Von Herrn Prof. Dr. Capitaine In der Nähe von Hastenrath lebten früher die Killewittchen. Das waren kleine, menschenfreundliche Zwerge. Sie wohnten dort in einem Hause, das sie sich in einen Felsen gehauen hatten. Zur Nachtzeit kamen sie in die Häuser und verrichteten den Leuten ihre Arbeit. Sie sind längst verschwunden, aber ihre Wohnung bestand noch bis vor etwa 40 Jahren. Noch heute heißt es dort: 'Auf den Killewittchen'.
Die Killewittges-Männcher Von Herrn Lehrer Holtz Die 'Killewittges-Männcher' wohnten in dem Steinbruch am 'Killewittge' in einer Höhle. Ein Gang, der am Hange zutage trat, führte in dieselbe. Es waren kleine, schwarze, bärtige Männlein. Nachts 12 Uhr kamen sie aus ihrer Höhle und klopften Steine, und morgens fanden die Arbeiter getane Arbeit.
Die Stadt Gression in Hastenrath und Scherpenseel Mündlich aus beiden Orten Wie eine alte Volkssage berichtet, hat die Stadt Gressiona auch in Hastenrath und Scherpenseel gelegen. Überall im Felde bezeugen dies alte Fundamente und rote Dachziegelstücke. Die Türken belagerten einmal die reiche und schöne Stadt, durch die der Omerstrom, der damals ein schiffbarer Fluß war, jetzt ein kleines Bächlein ist, floß. Wie es den Türken bei der Belagerung der Stadt ergangen ist, weiß der Volksmund nicht mehr. Die Türken sollen gesagt haben: "Wenn wir kommen über den Rhein, werden wir bald an der Stadt Gression sein, und am Omerstrome werden wir unsere Pferde tränken." Gression war eine Römerstadt. Die Römer betrieben im Schieverling bedeutenden Bergbau, und großer Reichtum war in der Stadt. Die Sündflut kam und vernichtete alles. Im Schieverling will man dafür einen Beweis haben; denn die dortigen Bergwerke fand man später unter einer bis zu 20 Fuß hohen Sandschicht vergraben. Auch will man dort auf den Schlacken und im Sande Geweihe von Tieren gefunden haben, die jetzt nicht mehr vorkommen. In Scherpenseel lebte immer die Sage, die Stadt sei durch die Sündflut untergegangen. In der Berger Heide fand man tief unter dem Sande ein altes Flußbett, das man als das alte Bett des Omerstromes ansah. Auf dem Bette lag Steingeröll, roter und dann weißer Sand, Kies usw., alles schön geschichtet, wie vom Wasser dahingetragen. - Eine alte Frau aus Hamich erzählte den Untergang der Stadt Gressiona mundartlich, wie sie die Sage immer von ihrem Großvater gehört haben will: "He hätt n grues Stadt gestande, die hesch Gressiona. Do ös de Söndflot komme, on de ganze Stadt ös ongegegange. Nu de Mure stohn noch en de Eäd. De Söndflot ös jo övveall gewäß, se wo och he."
Die Teufelshöhle bei Nothberg Von Herrn Prof. Dr. Capitaine Die Teufelshöhle liegt bei Nothberg in der Richtung auf Scherpenseel zu, nahe der Hütte 'Gute Hoffnung', einem alten, nicht mehr in Betrieb befindlichen Erzbergwerke. Sie soll durch einen unterirdischen Gang mit der Laufenburg bei Wenau in Verbindung stehen. Die Leute erzählen, in der Höhle und deren Umgebung habe vor alten Zeiten ein kleingestaltetes Volk gehaust. Nach ihrer Meinung waren es Römer. In der Höhle soll es immer gespukt haben, so daß es niemand wagte, den Ort zu betreten. Soll es doch schon manchem, der notgedrungen in der Dunkelheit die Nähe der Höhle passieren mußte, zugestoßen sein, daß ihm ein ungewöhnlich großer und ungestalteter Hund auf den Rücken sprang und sich eine Strecke weit mittragen ließ. Auch erzählt man sich, in der Höhle hauste einst ein heruntergekommener Korbflechter, der von der Höhle aus Raub- und Mordgänge unternahm und lange Zeit hindurch die Umgegend unsicher machte. Noch viele Raub- und Mordtaten, die er ausgeführt, sind in der Erinnerung der alten Leute. Mit besonderer Vorliebe suchte er Kirchen heim.
Frau Lieschen und die Stadt Gression Von Herrn Prof. Dr. Capitaine Hinter Röhe, auf St. Jöris zu, befindet sich eine Mulde, die mit Gestrüpp und alten Weidenbäumen bewachsen war und noch heute den Namen 'Frau Lische' führt. Dieser Name ist einer alten Sage entnommen, nach der sich in der Mulde eine Weibsperson aufhielt, genannt 'Frau Lische', die des Nachts, in langes, helles und leuchtendes Linnen eingehüllt, den Wald durchzog und, von Baum zu Baum springend, mit den Händen Wäsche plättete, so daß es schaurig durch den ganzen Wald hallte, und niemand, auch der Beherzteste nicht, es wagte, den Wald in der Dunkelheit zu betreten. In der Mulde soll früher eine Stadt mit Namen Gression gelegen haben, deren Bewohner durch Sonntagsentheiligung den Zorn Gottes herabgerufen hätten, so daß dieser die Stadt mitsamt ihren Bewohnern in den Erdboden versenkte. 'Frau Lische', welche des Sonntags die Wäsche gereinigt hätte, müßte deshalb zur Strafe noch lange Jahre hindurch des Nachts im Walde, in langes, weißes Linnen eingehüllt, herumziehen und Wäsche plätten.
Die Stadt Gression in Dürwiß Mündlich aus Hamich von einem geborenen Dürwisser Die Stadt Gression reichte in Dürwiß bis an die Dorfseite in der Richtung auf Eschweiler und Weisweiler hin. Dort befanden sich die Mauern und ein Tor der Stadt. Die steinernen Torbalken kamen einmal zum Vorschein, und viele Mauerreste stecken dort in der Erde, besonders 'em Steenacker'.
Der Fluch der Mutter Mündlich aus Gressenich/p> An eine jetzt nicht mehr bestehende Grube bei Münsterbusch, die zur Zeit ihres Betriebes immer in schlechtem Zustande gewesen sein soll, knüpft sich folgende Sage: Eine arme Witwe hatte einen Sohn, der ihre einzige Stütze in ihrem Alter war. Eines Tages verunglückte dieser. Seine Kameraden trugen den Leichnam ans Tageslicht. Die Mutter eilte herbei und warf sich händeringend über ihren verstümmelten Sohn. Da sie die Schuld des Unglücks dem schlechten Ausbau des Bergwerks zumaß, was auch der Fall gewesen sein soll, erhob sie sich plötzlich in ihrer Verzweiflung, ergriff eine Bürste, warf sie in den nebenliegenden Schacht hinab und sprach den folgenden Fluch über die Grube aus: "So viel Haare, so viel Jahre soll diese Grube verflucht sein und kein Erz mehr zutage fördern." Der Fluch der Mutter ging in Erfüllung; die Grube stürzte völlig ein und ist seitdem von der Erde verschwunden. Wegen des vielen Jammers, den diese Grube gebracht, nennt man sie Jammersgrube.
Die 'Querrichsmännchen' Von Herrn Lehrer Holtz Der Höhenrücken zwischen Bernardshammer und Derichsberg zeigt viele Spalten, die 'Querrichsläucher', die von dem Volke, besonders zur Abendzeit, gern gemieden wurden. Da hausten früher die 'Querrichsmännchen', seltsame, kleine, langbärtige Kerlchen. Sie schadeten direkt den Leuten nicht, halfen ihnen aber auch nicht. Sie zeigten sich nur, wenn sie die 'Oberirdischen' nötig hatten, und dann galt ihnen als Regel: Wie du mir, so ich dir. Hielten sie in der Erde ihre Festlichkeiten, dann gebrach es ihnen manchmal an Geschirr. Dann kamen sie zu den Anwohnern und borgten, was ihnen fehlte. Stellte man ihnen das Gewünschte gutwillig zur Nacht hin, so hatte man es am folgenden Morgen zurück, und zwar so schön gescheuert, wie es kein Mensch vermochte. Anders, wenn man es ihnen verweigerte. Sie holten es einfach in der Nacht, und sie brachten es zurück, über und über mit Ruß bedeckt. |