Kaffeerösten im Museum in der Torburg

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Es erscheint wie ein kleines Wunder, wenn aus hellem, nahezu geruchs- und geschmacklosem Rohkaffee intensiv und angenehm duftender Röstkaffee wird. Begleitet von einer unglaublichen Duftfülle vollzieht sich diese faszinierende Umwandlung in einem fast 100 Jahre alten Röster, der unserer Kaffeestube museales Flair verleiht.

In der auf 220 bis 250 °C aufgeheizten Drehtrommel werden die Kaffeebohnen etwa 12 bis 15 Minuten in ständiger Bewegung gehalten und anschließend auf einen darunter liegenden Drehteller entleert. Eine für die Besucher ganz neue Erfahrung dürfte sich aus dem Umstand ergeben, dass man den Kaffee nicht nur riechen, schmecken, fühlen bzw. sehen, sondern durch das vernehmbare Knacken der Bohnen während des Röstvorganges eben auch hören kann. Insbesondere gegen Ende des Röstprozesses sind Sorgfalt, Erfahrung und Aufmerksamkeit in höchstem Maß gefordert. Das Erreichen optimaler Röstqualität ist beim Entleeren der Drehtrommel eine Frage von wenigen Sekunden. Ungeachtet der beim Rösten freiwerdenden Duftfülle verbleiben noch reichlich Aromen im fertigen Kaffee, was spätestens beim Verkosten der frisch gerösteten Charge zweifelsfrei und genussvoll deutlich wird.

Das Erlebnis des unglaublich intensiven Kaffeegeruchs konnte in früheren Zeiten sehr viel häufiger erschnuppert werden als heute. In jeder größeren Ortschaft gab es kleine Röstbetriebe, deren Verkaufsräume vom verführerischen Aroma frisch gerösteten Kaffees erfüllt waren. Noch in den 1950er Jahren waren Kaffeegeschäfte, die Rohkaffee einkauften und selbst rösteten, weit verbreitet. Im Gegensatz zum fertig gerösteten Kaffee, der sehr schnell seinen Duft verlor, war Rohkaffee lange lagerungsfähig. Man konnte somit nach Bedarf rösten und die Kundschaft mit frischem, aromatischem Kaffee versorgen. Erst die Vakuumverpackung machte Großröstereien mit landesweitem Versandhandel möglich.

Aus ähnlichen Gründen gehörte damals auch eine Kaffeemühle zur Standardausrüstung eines jeden Haushalts. Die gerösteten Kaffeebohnen verlieren nämlich in sehr viel geringerem Maße die Aromastoffe als dies bei fertig gemahlenem Kaffee der Fall ist. Somit wurde vor jedem Aufbrühen eine entsprechende Portion Kaffee zum sofortigen Verbrauch gemahlen.

Bei einem Rösttermin im Museum Torburg wird das gesamte Ritual der Kaffeezubereitung zelebriert; vom Rösten über Abkühlen, Mahlen, Aufgießen bis zum genussvollen Verkosten des heißen, aromatischen und belebenden Endproduktes.

Im Preis enthalten ist ein zünftiges Frühstück oder wahlweise selbstgebackener Kuchen aus unserem Museumsangebot.



Termine:

individuell auf Anfrage


Eingang Museum in der Torburg
Luziaweg
52222 Stolberg


Dauer:

ca. 2 Stunden




Anmerkungen:

Individuelle Buchungen für Gruppen bis ca. 10 Personen zu vielen Wunschterminen und einem Preis von 40,00 € zzgl. 5,00 € pro Person für das Frühstück möglich.


Informationen und Buchung:

Stolberg-Touristik
Zweifaller Straße 5
52222 Stolberg

Ansprechpartner
Frau Erler
Telefon
02402 99900-81
Fax
02402 99900-82