Standsicherheit von baulichen Anlagen

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52222 Stolberg (Rhld.)


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Die Bauministerkonferenz hat nicht zuletzt anlässlich des tragischen Unglücks in Bad Reichenhall im Winter 2005/2006 zwischenzeitlich "Hinweise für die Überprüfung der Standsicherheit von baulichen Anlagen durch den Eigentümer/Verfügungsberechtigten" erarbeitet. Die Hinweise enthalten einen Prüfkatalog für verschiedene Bauweisen und geben Orientierungswerte für Überwachungszeiträume an. Die "Hinweise" können Sie in dem unten angegebenen (PDF-)Dokument nachlesen.

Die zusätzlichen "Hinweise zur Einschätzung ... " bieten den Eigentümern / Verfügungsberechtigten eine Hilfestellung für die Überprüfung der Standsicherheit feuerverzinkter Stahlkonstruktionen, die in den Jahren 2000 bis 2006 ausgeführt wurden. Das Auftreten von sicherheitsrelevanten Rissen infolge flüssigmetallinduzierter Spannungsrisskorrosion in feuerverzinkten Stahlkonstruktionen im Zeitraum Mitte 2000 bis Mitte 2006 führte zur Erstellung der DASt-Richtlinie 022:2009-08, die auch in die Bauregelliste A Teil 1 aufgenommen wurde, so dass die Feuerverzinkung nunmehr auch im Hinblick auf Standsicherheitsbelange geregelt ist.

In den 1950er und 1960er Jahren wählte man als tragende Dachkonstruktion vielfach sog. Wellstegträger. Die Wellsteg-Dachkonstruktion war patentrechtlich geschützt und vom Landesprüfamt für Baustatik in statischer Hinsicht typgeprüft. Wellstegträger besitzen ein I-Profil mit hölzernen Gurten und einem Sperrholzsteg, der in wellenförmigen Nuten an der Innenseite der Gurte eingepresst und eingeleimt wurde. Durch diese Wellenform erhält der dünne Sperrholzsteg eine hohe Steifigkeit gegen Ausbeulen. Insbesondere auf Grund undichter Dächer sowie mangelnder Belüftung mit Kondensatbildung können sich diese Holz-Konstruktionen aber mit der Zeit auflösen. In diesem Fall ist die Standsicherheit des Daches erheblich beeinträchtigt. Weitergehende Informationen sowie die Systemskizze eines Wellstegträgers finden Sie hier .

Falls auch Ihr Gebäude betroffen ist, bitte ich Sie in Ihrem eigenen Interesse um folgende Vorgehensweise:

  1. Zunächst sollten Sie - oder ein von Ihnen beauftragter Sachverständiger - prüfen, ob in Ihrem Gebäude im Dachbereich oder als Deckenträger (noch) Wellstegträger eingebaut sind.
  2. Ist dies der Fall, sollten die Träger auf erkennbare Schäden wie große Durchbiegungen, Risse oder Abblättern des Sperrholzsteges sowie Feuchtigkeit überprüft werden.
  3. Spätestens wenn Schäden festgestellt werden, sollte ein Sachverständiger beauftragt werden, die Konstruktion zu untersuchen. Sachverständige sind beispielsweise Prüfingenieure für Baustatik oder beratende Ingenieure.

Letztlich kann die Untersuchung dazu führen, dass die Dachkonstruktion in Teilen repariert, saniert oder gar vollständig erneuert werden muss. Jedenfalls für eine vollständige oder überwiegende Erneuerung der tragenden Konstruktion müsste auch ein förmlicher Bauantrag gestellt werden. Gleichwohl bitte ich Sie eindringlich, den oben stehenden Vorschlag zu befolgen, da eine erhebliche Beeinträchtigung der Standsicherheit zugleich eine Gefahr für Leben und Gesundheit der Bewohner und Benutzer des Gebäudes, darstellt. Hierbei sollten Sie sich den starken Schneefall im letzten Winter vor Augen halten, der in der Nacht zum 24.12.2010 dafür verantwortlich war, dass auf Grund der enormen  Schneelast in Stolberg zwei Hallendächer eingestürzt sind und einige andere Dächer durch Feuerwehr und Technisches Hilfswerk gesichert werden mussten.

Um Ihnen die Abwicklung zu erleichtern, finden Sie unten einen Antwortbogen, den Sie für den Fall, dass in Ihrem Gebäude Wellstegträger verbaut sind, nach der Überprüfung ausgefüllt an das Bauordnungsamt der Stadt Stolberg zurück senden können.